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1988 Togo

Brunnen in Afrika gebaut

1988. Eine oberschwäbische Kleinstadt mit 12.000 Einwohnern wollte sich ein noch größeres Hallenbad gönnen. Als Mordka davon hörte, musste er als erstes dabei an die vielen Kinder in Afrika denken, die nicht einmal Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Es fehlen öffentliche Zapfstellen geschweige denn ein Trinkwassersystem für Hausanschlüsse. Jeden Tag müssen Kinder unzählige Kilometer zu Fuß bis zur nächsten Wasserstelle gehen. Um ihre Familie mit Wasser zu versorgen, müssen sie die schweren Kanister tragen. Mordka initiierte dieses Projekt „Brunnen für Afrika“, um an unsere Mitmenschen zu erinnern und um etwas von unserem Wohlstand umzuverteilen.

Mordka schrieb offene Briefe an Stadträte und Bürgermeister. Darin beantragte er 1 % der Bausumme, die für das neue Hallenbad verplant sind, als symbolischen Beitrag für einen Brunnenbau in Afrika bereitzustellen. Damit hätte man 53 Brunnen bauen und 53 Dörfer versorgen können. Die Stadt lehnte ab. Daraufhin entwarf er Aufkleber und Plakate für eine Spendenkampagne. Er sammelte stetig in den Schulpausen. Viele Schüler nahmen Anteil an seiner Kampagne „Brunnen für Afrika“ und verzichteten in den Pausen auf ihre Brotzeit, auf Butterbrezel und Capri Sonne. Stattdessen spendeten sie ihr Taschengeld. In der Oberstufe klebten sich Abiturienten und Lehrer den Aufkleber auf ihr Auto.  Lehrer wie Eltern begrüßten das Projekt und halfen mit. So kamen rund 5.000 DM zusammen und das war genug um zumindest 1 Brunnenbau zu finanzieren. Der Brunnen steht heute noch. Im westafrikanischen Staat Togo, im Dorf Poimongue.

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© Jehoshua Raffael Sonnenschein